Elternsprechtag

22. September 2012

Elternsprechtage sind nicht beliebt. Nicht bei SchülerInnen, nicht bei Eltern und nicht bei LehrerInnen.

Eltern, die zum Elternsprechtag kommen, wollen von LehrerInnen vor allem darin versichert werden, dass alles gut läuft. Dass ihre Kinder nichts zu befürchten haben. Dass sie selbst Wichtiges richtig gemacht haben bei der Erziehung. Oder sie möchten wissen, welche Lösungsvorschläge LehrerInnen für die Probleme der Kinder haben – manchmal nicht nur für die Lernschwierigkeiten.

Eltern, die zum Elternsprechtag kommen, fühlen sich häufig genauso auf dem Prüfstand wie ihre Kinder in der Schule. Und wie die LehrerInnen.

Diese führen bei diesem Anlass nicht selten über 50 Gespräche an einem Tag. Und sie sollen treffsicher analysieren, worin die Schwierigkeiten bestehen, und Wege aufzeigen, wie man das Kind am besten fördern und ermutigen kann. Keine leichte Aufgabe. Für keinen der Beteiligten.
Als hilfreich mag sich ein Angebot an die Eltern erweisen, sich gedanklich auf den Elternsprechtag vorzubereiten: mit Fragen, die die Konzentration auf das Wesentliche erleichtern können und helfen, den Blick auch auf das Positive zu lenken. Der Vorbereitungsbogen kann entweder einige Tage vor dem Elternsprechtag über die SchülerInnen verteilt werden oder vor dem Raum, in dem das Gespräch stattfinden soll, ausliegen. Der Nutzen für die LehrerInnen besteht darin, dass man in kurzer Zeit viel Wichtiges erfährt und dass die Eltern in der Regel insofern entspannter in das Gespräch gehen, als sie merken, dass wir bereit sind, das Potenzial ihres Kindes zu sehen.
Ergebnis kann im besten Fall ein Gespräch sein, in dem Eltern und LehrerInnen gemeinsam überlegen, was das Beste für das Kind ist und wie man es dabei unterstützen kann.

Hier geht’s zum Vorbereitungsbogen: Vorbereitung Elternsprechtag

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